… wie sie zu ihrem DoWi gekommen ist.

Ich bin Sri Lanka. Im August bin ich 18 Jahre alt geworden und froh, dass mich mein DoWi – ich nenne ihn so, weil es mein Dosenöffner Wilfried ist – zu sich geholt hat. Nun will ich Euch mal erzählen, wie so alles kam, dass ich dann bei DoWi gelandet bin, auch ohne Weihnachten, ohne Schleifchen, ohne Geschenk zu sein:

Mein DoWi kam damals, es war ein kalter Wintertag 1992, der 20. Januar, ins Tierheim und wollte eine Katze für sich holen. Sein Wunsch war über lange Zeit gereift und es war ihm klar, er wollte ein Kätzchen, ein junges Kätzchen aus dem Tierheim. Einem Kätzchen ein neues zuhause geben, es aus dem Tierheim in ein schönes neues Umfeld holen. Zu sich.
Die Überlegung, warum kein anderes Haustier, hat er für sich getroffen und nach Abwägung verschiedener Aspekte erkannt, dass ein Kätzchen wohl die richtige Wahl als neues Familienmitglied und Weggefährtin ist. So stand er nun da, im Tierheim, in seinem warmen langen Mantel und hat sich bei uns Kätzchen und älteren Katzen umgeschaut.


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Ich war zusammen mit 3 anderen kleinen Fegern in einem kleinen Zimmer. Die älteren Katzen hatten ein größeres Zimmer mit Balkon – gut, sie waren auch mehr. Dafür hatten wir einen schönen warmen Ofen in unserem Raum, schlecht ging es uns nicht. Er hat uns springen und spielen gesehen und uns ’ne Weile beobachtet. Denn ein bisschen was wollte er ja schon mal wissen von uns. Und nebenher hat er sich immer mit unserer Tierheimleiterin unterhalten und viele Fragen gestellt. Wir konnten das nicht alles verstehen, aber für ihn war es wichtig, das merkte man.


Er wollte ein kleines Kätzchen, weil dies meist noch leichter zu prägen ist als eine bereits reife ausgewachsene ältere Katze. Eine Rassekatze war nicht unter uns, aber das war für DoWi auch gar nicht wichtig. Viel wichtiger war ihm, dass Zutrauen da war und ihm auch eine von uns so richtig gefiel.

Dann hat er mich gesehen und immer beobachtet. Ich hab das schon gemerkt, mir aber noch gar nix dabei gedacht. Und hab einfach weiter rumgetobt, mit meiner Freundin Bianca. Rum um den Ofen, rauf auf’s Fensterbrett, wieder runter und ’ne neue Runde. Und das immer hinter Bianca her. Wir hatten uns dann schon an den Besucher DoWi gewöhnt und sind auch ihm durch die Beine geflitzt und haben uns auch streicheln lassen. Warum auch nicht. Sah ja ganz nett aus, das Kerlchen.

Nach einer halben Stunde so was hat er uns dann mit unserer Leiterin wieder verlassen. Sie wollten noch über uns reden. Später hab ich dann erfahren, was die da noch so an Aspekten ausgetauscht haben, was dem DoWi wichtig war. So wollte er ja eigentlich nur mich zu sich nehmen. Das hatte ich schon gehört, als er es in unserem Zimmer gesagt hat.
Da ich aber dann den ganzen Tag alleine gewesen wäre hat unsere Leiterin ihn gebeten, dass er doch mal darüber nachdenken solle, ob er nicht noch einer zweiten Katze ein zuhause geben kann. Damit ich auch jemanden habe, mit dem ich spielen kann, kuscheln und raufen, zur gemeinsamen Fellpflege und allem, was wir so den lieben langen Tag dann gemeinsam anstellen können. Und da wir ja als Wohnungskatzen auch locker 20 Jahre alt werden können, wäre das schon ganz schön lang so alleine. Jetzt hatte DoWi was zum Nachdenken. Und die beiden haben sich geeinigt, dass er mal drüber schlafen soll und sich dann entscheiden. Und so war es dann auch.

Am nächsten Tag, es war der 21. Januar 1992, kam er dann abends wieder, der DoWi. Ins Tierheim. Und hatte sich entschieden. Er wollte nun 2 von uns kleinen Fegern zu sich holen. Meine Freundin Bianca und mich. Denn er hatte gemerkt, dass wir uns gut vertragen und auch immer zusammen gespielt haben. Auch waren wir ja fast gleichalt und Mädels waren wir auch beide. Zwei kleine fesche.